Harald Gottsche, Geschäftsführer BMW Motoren GmbH und Alexander Bamberger, Geschäftsführer BMW Austria GmbH. Foto: BMW Pressclub Austria

Umsatzrekord für BMW Group

Die BMW Group in Österreich wächst trotz schwierigem Umfeld weiter

Letztes Update: 6 März, 2026By Tags: , , , ,

Umsatzplus von über fünf Prozent, Produktionszuwachs im Werk Steyr von zwei Prozent, Zulassungen auf Rekordniveau, Starker Auftragseingang beim neuen BMW iX3, Über 450 Millionen Euro in Österreich investiert, Österreichische Wertschöpfung für die Produkte der BMW Group: über 110 Zulieferer, 1,3 Mrd. Einkaufsvolumen, Serienproduktion der E-Motoren in Steyr erfolgreich gestartet, Stabile Beschäftigung.

BMW Group in Österreich wächst trotz schwieriger Marktlage

Salzburg/Steyr. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen in der europäischen Automobilindustrie hat sich die BMW Group in Österreich 2025 wirtschaftlich robust entwickelt. In einem Umfeld mit volatiler internationaler Handelspolitik, einer angespannten Marktsituation in China und wachsendem Wettbewerbsdruck konnte das Unternehmen seinen Umsatz um mehr als fünf Prozent steigern.

Mit 9,67 Milliarden Euro erzielte die BMW Group in Österreich einen neuen Rekordwert und übertraf den bisherigen Bestwert um rund 500 Millionen Euro. „Das Umsatzplus beruht vor allem auf starken Zulassungszahlen in Österreich sowie in Zentral- und Südosteuropa und auf unserem attraktiven Produktportfolio“, sagt Alexander Bamberger, Geschäftsführer der BMW Austria GmbH.

Führend im Premium- und Elektrosegment

Im heimischen Premiumsegment lag der Marktanteil der BMW Group 2025 bei über einem Drittel. Auch im Bereich der vollelektrischen Fahrzeuge behauptete die Marke BMW ihre Spitzenposition bei den Neuzulassungen. Besonders stark entwickelt sich zudem die Finanzierung von E-Autos: Mehr als 60 Prozent der vollelektrischen Fahrzeuge der BMW Group wurden erstmals über BMW Financial Services Austria oder Alphabet Austria geleast oder finanziert.

Werk Steyr bleibt Schlüsselstandort

Ein zentraler Baustein der österreichischen Aktivitäten bleibt das Motorenwerk in Steyr, das größte Motorenwerk der BMW Group weltweit mit eigenem Entwicklungszentrum. 2025 wurden dort etwas mehr als 1,2 Millionen Motoren produziert. Die Motorenproduktion stieg leicht um zwei Prozent, der Umsatz erreichte 4,45 Milliarden Euro.

Ein Meilenstein war der Start der Serienproduktion von E-Motoren für den neuen BMW iX3 – das erste Modell der sogenannten „Neuen Klasse“. Seit Sommer liefert das Werk diese Antriebe an das Fahrzeugwerk im ungarischen Debrecen.

Stabiler Arbeitgeber und wichtiger Wirtschaftsfaktor

Die stabile Geschäftsentwicklung spiegelte sich auch in der Beschäftigung wider. Rund 5.600 Menschen arbeiten aktuell direkt für die BMW Group in Österreich, gemeinsam mit den Händlerpartnern sind es mehr als 8.400 Beschäftigte. Zudem befanden sich 2025 über 550 Lehrlinge im Unternehmen oder im Händlernetz in Ausbildung.

Auch volkswirtschaftlich spielt die Automobilindustrie eine wichtige Rolle: Laut Wirtschaftskammer ist jeder zwölfte Arbeitsplatz in Österreich direkt oder indirekt mit der Branche verbunden. Mit einem Umsatz von rund 4,45 Milliarden Euro war das Werk Steyr 2025 für mehr als ein Viertel des gesamten Produktionsvolumens der österreichischen Fahrzeugindustrie verantwortlich.

Bild: BMW Pressclub

Hohe Investitionen und starkes Lieferantennetzwerk

Die BMW Group investierte 2025 über 450 Millionen Euro in Österreich, ein großer Teil davon floss in den Ausbau der E-Motorenproduktion in Steyr. Zusätzlich modernisierte die BMW Group Niederlassung Wien ihre Standorte und eröffnete einen neu gestalteten Betrieb in der Donaustadt.

Auch das Einkaufsvolumen zeigt die wirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens: Rund 1,3 Milliarden Euro gab die BMW Group im vergangenen Jahr bei mehr als 110 österreichischen Lieferanten aus.

Neue Modelle und weitere Technologien in Planung

Bild: BMW Pressclub

Der Ausbau der Elektromobilität soll sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Der neue BMW iX3 stößt bereits auf starke Nachfrage: Seit seiner Präsentation auf der IAA 2025 entfiel in Europa etwa jede dritte Bestellung eines vollelektrischen BMW auf dieses Modell, in Österreich sogar zwei von drei.

Bis 2027 plant die BMW Group weltweit mehr als 40 neue oder überarbeitete Modelle. Parallel dazu bereitet sich das Unternehmen auf weitere Technologien vor: Ab 2028 soll ein Wasserstoff-Brennstoffzellensystem auf den Markt kommen. Das Entwicklungszentrum in Steyr übernimmt dafür die Industrialisierung des gesamten Systems.

Rekord bei Fahrzeugzulassungen

Auch im Vertrieb verzeichnete die BMW Austria GmbH 2025 ein Wachstum. Die Marke BMW steigerte ihre Zulassungen leicht auf 19.216 Fahrzeuge, MINI legte um 3,2 Prozent auf 1.856 Zulassungen zu. Der Umsatz der Vertriebsgesellschaft erreichte mit 1,17 Milliarden Euro ebenfalls einen neuen Höchstwert.

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