Aufsteiger AFC Graz sichert sich in der Saison 2025/26 erstmals den Meistertitel in der 1. ÖFB Futsal Liga. Die Steirer können sich in der Best-of-three-Finalserie 2:0 gegen FUTSAL versli.at Klagenfurt durchsetzen. Auf ein 6:3 im Raiffeisen Sportpark folgt auswärts in der Ballspielhalle Viktring ein 5:2-Erfolg. Die Grazer sind damit das erste Team seit Kaiserebersdorf 2015/16, das in der Premieren-Spielzeit in der höchsten Spielklasse die Trophäe stemmen kann. Das zweite Finalspiel gestaltet sich in der Anfangsphase ausgeglichen. Kommt eines der beiden Teams zu Chancen, sind die Torhüter zur Stelle. Die Grazer werden mit Fortdauer der Partie zwar gefährlicher, aber Schlussmann Marko Dekovic kann sich immer wieder auszeichnen. Die intensiv geführte Begegnung vor rund 700 Zuschauer:innen in der vollen Halle überzeugt durch ambitioniert geführte Zweikämpfe und Sicherheit im Passspiel, einzig die Tore fehlen. Bis zur 14. Minute, denn dann gehen die Grazer in Führung. Marcilio Max Alves Da Silva bringt den Ball von der rechten Seite zur Mitte und Kapitän Mario Crncevic stellt aus kurzer Distanz auf 1:0 aus Sicht der Gäste. Und der Aufsteiger kann die Führung wenige Momente später ausbauen. Mario Crncevic schnürt per Long Penalty seinen Doppelpack – 2:0 (19.). Doch wenige Sekunden vor der Pausensirene verkürzen die Klagenfurter. Rok Rednak lässt den Ball mit einem Flachschuss von der linken Seite in der kurzen Ecke zappeln – 1:2 (20.). Das Spielgeschehen ist auch nach dem Seitenwechsel offen. Bei den Klagenfurtern kommt Saso Kovacevic schnell zur Topchance, aber vergibt (22.). Kurz darauf trifft Marko Bubnjic nur die linke Stange (24.). In einer sehr aktiven Phase gelingt den Gastgebern dann der Ausgleich. Nach einem steilen Zuspiel bringt Mihael Grigic bringt den Ball am herauslaufenden Jure Holesek vorbei – 2:2 (26.). Doch der AFC kann bald zurückschlagen. Zunächst sieht Denis Todoskovic bei Klagenfurt Gelb-Rot, dann schiebt Tilen Gajser nach einem scharfen Zuspiel von der linken Seite zum 3:2 für die Steirer ein (30.), Kurz darauf stellt Dario Markic eiskalt auf 4:2 für die Gäste (31.). Klagenfurt wirft jetzt noch einmal alles nach vorne, die Grazer strahlen durch schnelle Gegenangriffe weiter Gefahr aus. Die Zeit plätschert von der Uhr, ohne dass Klagenfurt einen Weg durch die Defensive des Gegners findet. Kommen die Kärntner zu Abschlüssen, fehlt es an Genauigkeit. In der letzten Minute trifft Keeper Jure Holesek dann noch aus der eigenen Hälfte in das leere Tor der Gastgeber (40.). 5:2 für Graz, Endstand. Der AFC ist Meister! Vergangenes Jahr holten die Steirer den Titel in der Gruppe A der 2. ÖFB Futsal Liga. Klagenfurt muss weiter auf den ersten Meister-Coup in der höchsten Spielklasse warten.
Die Stimmen zum Spiel:
Mario Crncevic, Kapitän AFC Graz: „Wir haben das ganze Jahr von diesem Moment geträumt. Ich muss dem Team, dem Trainer und dem Staff gratulieren. Ich ziehe aber auch vor dem Gegner meinen Hut. Jemand musste dieses Spiel gewinnen. Ich denke, wir waren über die ganze Saison die beste Mannschaft. Wir haben im Final Four kein einziges Spiel verloren, werden Österreich und Graz jetzt auch in der Champions League würdig vertreten.“
Jure Holesek, Tormann AFC Graz: „Es ist unglaublich, dass wir den Titel gewinnen konnten, Wir haben uns die gesamte Saison über viel Druck gemacht, aber jetzt haben wir die Trophäe. Ich habe heute ein gutes Spiel gemacht und bin froh, dass ich dem Team helfen konnte.“
Vahid Muharemovic, Kapitän FUTSAL versli.at Klagenfurt: „Auf der einen Seite ist man natürlich froh und stolz, ein Teil dieser Mannschaft sein zu können, auf der anderen Seite bin ich mega-enttäuscht. Ich glaube, dass wir heute einen Sieg verdient gehabt hätten. Ich gratuliere aber auch dem AFC Graz. Sie haben eine ganz starke Saison gespielt. Aber auch unserem Verein muss man gratulieren, denn wir haben mit dem ersten Finaleinzug Geschichte geschrieben.“
FUTSAL versli.at Klagenfurt vs. AFC Graz 2:5 (1:2)
Tore: Rednak (20.), Grigic (26.) bzw. Crncevic (14., 19.), Gajser (30.), Markic (31.), Holesek (40.)
Endstand in der Best-of-three-Finalserie: 0:2
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