
LH Mario Kunasek führt persönlich durch die Grazer Burg, wo auch das Faksimile der Georgenberger Handfeste zu besichtigten ist. Foto: © Land Steiermark/Puchinger
Tag der offenen Tür in der Grazer Burg
Am Samstag, dem 30. Mai 2026, öffnet die Grazer Burg von 9 bis 16 Uhr ihre Pforten: Beim „Tag der offenen Tür” sind Steirerinnen und Steirer dazu eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der Steiermärkischen Landesregierung zu werfen.
„Zum ersten Mal seit meinem Amtseintritt veranstalten wir einen ,Tag der offenen Tür’ in der Grazer Burg. Ich lade interessierte Steirerinnen und Steirer dazu ein, die historischen Räumlichkeiten aus nächster Nähe kennenzulernen. Vom Regierungssitzungszimmer bis zu meinem Büro öffnen wir die historischen Räumlichkeiten, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Grazer Burg ist nicht nur ein Ort mit großer Geschichte, sondern auch ein lebendiger Arbeitsplatz, an dem täglich wichtige Entscheidungen für unser Bundesland getroffen werden”, so Landeshauptmann Mario Kunasek, der persönlich durch die Räumlichkeiten führt.
Im Rahmen der insgesamt elf angebotenen Führungen werden auch
- original archäologische Fundstücke, die im Zuge der aktuell laufenden Revitalisierung der Grazer Burg gefunden wurden,
- das Faksimile der Georgenberger Handfeste sowie
- der Herzoghut in digitaler Form
zu besichtigen sein.
Für die Teilnahme an einer Führung beim „Tag der offenen Tür” ist eine digitale Anmeldung erforderlich. Man kann sich über folgende Wege für den Wunschtermin registrieren: © Land Steiermark/Puchinger
- Anmeldung im Internet unter diesem
Link.
- Anmeldung direkt über die App „Land Steiermark”
(verfügbar auf Google Play oder im Apple App-Store)
Zur Grazer Burg
Die Grazer Burg ist seit 1922 Sitz des steirischen Landeshauptmannes, des Landeshauptmann-Stellvertreters sowie weiterer Abteilungen der Steiermärkischen Landesregierung. Zudem ist die Burg ständiger Tagungsort der Landesregierung. Der Gebäudekomplex wurde ab 1438 durch Herzog Friedrich V., den späteren römisch-deutschen Kaiser Friedrich III., gebaut und war in dieser Zeit auch kaiserliche Residenz. Ab 1564 war Graz die Hauptstadt der habsburgischen Länder, die als Innerösterreich zusammengefasst waren (Steiermark, Kärnten, Krain, Küstenland) und von der Grazer Burg aus regiert wurden. Nachdem Erzherzog Ferdinand II. im Jahr 1619 zum Kaiser gekrönt wurde und nach Wien zog, verlor die Burg ihre Funktion als Sitz des Landesfürsten. In den folgenden Jahrhunderten kam es mehrmals zu Renovierungsarbeiten, die aber nur Teile der Bausubstanz umfassten. Im 19. Jahrhundert galt ein Teil der Burg als baufällig, trotz Protesten wurden Mitte des Jahrhunderts Teile der Gebäude abgebrochen.
Derzeit laufen die Arbeiten für ein großangelegtes Revitalisierungsprojekt, durch das bis zum Ende des Jahrzehnts bisher nicht genutzte, historisch wertvolle Bereiche der Grazer Burg für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.
Wahl der Redaktion
latest video
Newsletter
Bleib immer am Puls der Steiermark – mit den wichtigsten News direkt in deinem Postfach.
Jetzt anmelden und keine Story aus der grünen Mark mehr verpassen.