Satelliten-Analyse von Greenpeace: Graz auf Rang 3.
Bregenz gewinnt Rennen um Österreichs grünstes Stadtzentrum. Ranking der neun Landeshauptstädte zeigt massive Unterschiede beim Grünanteil in Stadtkernen – Greenpeace fordert eine Begrünungs-Offensive von Bürgermeister:innen.
Greenpeace hat mittels Satellitendaten den Grünanteil in den Stadtkernen aller neun Landeshauptstädte verglichen. Das Ergebnis: Während Bregenz mit einem Grünflächenanteil von 38,3 Prozent die Nase vorn hat, landen Innsbruck, St. Pölten und Wien auf den hintersten Plätzen. Greenpeace warnt, dass versiegelte Flächen die Hitze in Stadtzentren massiv verstärken. Die Bürgermeister:innen der Landeshauptstädte müssen Begrünungs-Offensiven starten und Grünräume als vernetztes System im gesamten Stadtgebiet planen.
Melanie Ebner, Bodenschutz-Expertin bei Greenpeace: „Mehr Natur in der Stadt ist die beste Medizin gegen die Auswirkungen der Klimakrise. Große Bäume, grüne Parks und blühende Wiesen wirken wie natürliche Klimaanlagen in Stadtzentren und können die Temperatur an Hitzetagen spürbar senken. Doch unsere Analyse zeigt, dass in vielen Landeshauptstädten schattenspendende Bäume und Blühwiesen für die Artenvielfalt fehlen. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister müssen graue Wüsten in lebenswerte, grüne Oasen verwandeln. Damit entkommen wir der drückenden Hitze, während heimische Tiere dringend benötigte Rückzugsorte zurückgewinnen.“
Melanie Ebner. Foto: © Mitja Kobal/Greenpeace
Die detaillierte Auswertung der Satellitendaten zeichnet ein deutliches Bild der regionalen Unterschiede: Hinter dem Spitzenreiter Bregenz, der einen Grünanteil von 38,3 Prozent aufweist, folgen Linz mit 33,4 Prozent und Graz mit 32,2 Prozent auf den vorderen Plätzen. Im Mittelfeld des Rankings bewegen sich Salzburg (29,7 Prozent), Klagenfurt (29,1 Prozent) und Eisenstadt (28,0 Prozent). Am unteren Ende der Skala zeigt sich der dringende Handlungsbedarf in der Bundeshauptstadt Wien, die mit nur 26,3 Prozent Grünanteil im Zentrum enttäuscht, sowie in St. Pölten (25,3 Prozent) und dem letztplatzierten Innsbruck, das mit lediglich 25,0 Prozent das Schlusslicht bildet.
Grünräume müssen als vernetztes System im gesamten Stadtgebiet geplant und umgesetzt werden. So bleiben die Lebens- und Aufenthaltsqualität für uns Menschen in Städten erhalten und wertvolle Lebensräume für zahlreiche Arten können geschaffen werden.
Die Analyse mit den Ergebnissen zu allen Landeshauptstädten finden Sie hier: https://act.gp/4d3POB4

© Greenpeace
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